Das sind die entscheidenden ERP-Trends 2021

Die Anforderungen des Marktes an ERP-Systeme entwickeln sich beständig weiter. Anbieter von ERP-Systemen entwickeln ihre Lösungen daher beständig weiter, um auf diese Anforderungen zu reagieren. Wohin jedoch geht die Reise? Wie werden sich ERP-Systeme verändern und mit welchen Neuerungen dürfen Nutzer rechnen? In diesem Artikel lesen Sie, welche die wichtigsten ERP-Trends im Jahr 2021 sind.

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ERP-Trend #1: Die Cloud

Die Zeit, in der die Cloud Computing eine neuartige Zukunftstechnologie war, ist vorbei. Dennoch gehört die Cloud klar zu den großen Trends in der ERP-Branche, weil dieses Betriebsmodell immer mehr zur Norm wird.

Denn während zunächst hauptsächlich große Konzerne auf Cloud-Lösungen gesetzt haben, ist mittlerweile zu beobachten, dass auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen bei der Modernisierung ihrer ERP-Systeme ihre lokalen Rechenzentren abschaffen und in die Cloud wechseln: Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research nutzen bereits rund drei Viertel aller deutschen Unternehmen Rechenleistung aus der Cloud.

Diese Entwicklung ist keineswegs überraschend: Von den niedrigeren Kosten für Einrichtung, Lizenzen, Wartung und Betrieb über die erhöhte Flexibilität bis hin zu den kontinuierlichen Verbesserungen bieten Cloud-ERP-Systeme so viele Vorteile, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen es sich kaum erlauben können, an einer On-Premises-Lösung festzuhalten.

Dieser Entwicklung folgend nehmen immer mehr Systemhäuser entweder Cloud-Varianten ihrer bestehenden Produkte in ihr Portfolio auf oder stellen ihr gesamtes Angebot an ERP-Systemen auf das neue Betriebsmodell um.

Dieser Trend wird sich fortsetzen. Perspektivisch werden nur noch wenige On-Premises-ERP-Systeme verfügbar sein – für hochspezialisierte Nischenanwendungen oder für große Konzerne, die ein eigenes Rechenzentrum nicht nur benötigen, sondern auch finanzieren können.

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ERP-Trend #2: Big Data

In ERP-Systemen werden die Daten verschiedener Abteilungen in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert – eine ideale Basis dafür, strategische Entscheidungen auf einer empirischen Grundlage anstatt aus einem Bauchgefühl heraus zu treffen.

Über lange Zeit war die Erstellung der dafür nötigen Analysen allerdings sehr aufwendig und konnte nur von Experten vorgenommen werden, sodass eine datengesteuerte Entscheidungsfindung eher die Ausnahme als die Regel war.

Mit Big Data, KI und modernen Analysesystemen hat sich die Situation jedoch geändert. Heute können auch große Datenmengen praktisch in Echtzeit analysiert werden. ERP-Hersteller werden diese Möglichkeiten zunehmend in ihre Lösungen integrieren, sodass ihre Nutzer die enormen Datenströme in ihren ERP-Systemen nicht nur effektiv verwalten, sondern auch nutzen können.

Eine große Rolle spielt dabei die Visualisierung, um kurz- und langfristige Entwicklungen buchstäblich auf einen Blick sichtbar zu machen. Gerade eine solche einfache Aufbereitung der Ergebnisse bringt eine enorme Erleichterung mit sich, sodass datenbasierte Entscheidungen auf allen Ebenen einer Organisation schnell getroffen werden können.

»Business Intelligence funktioniert am besten in der Cloud. Die offenen Grenzen zwischen den Systemen sind ein wichtiger Kernfaktor für die automatisierte Datenanalyse.«

Philipp Rickert
Product Owner (GWS mbH)

Weiterlesen: So bestimmen Sie, was Ihr neues ERP-System leisten können muss

ERP-Trend #3: Bessere Usability

Die großen Zukunftstechnologien sind jedoch nicht der einzige Innovationstreiber in der ERP-Branche. Neurologische und psychologische Forschungen sind mindestens ebenso wichtig. Immerhin gehen diese Disziplinen der Frage auf den Grund, wie Menschen Sinneseindrücke verarbeiten und liefern so die Grundlagen für einen weiteren großen Trend: Die Verbesserung der Usability.

Denn eines ist klar: Die früheren Bedienkonzepte mit mehrfach ineinander verschachtelten Menüs, Untermenüs und unendlichen Funktionslisten waren immer nur technische Notwendigkeit und nie der Weisheit letzter Schluss – und mit modernen Mitteln können ERP-Entwickler auch hier ansetzen, um ihre Lösungen für die Zukunft fit zu machen.

So wird auch die Personalisierung der Benutzeroberfläche immer wichtiger. Gerade bei ERP-Systemen, die Funktionen für viele verschiedene Abteilungen in einer Software vereinen, bringen solche Anpassungen große Vorteile mit sich: Anstatt jeden Mitarbeiter mit der gleichen verwirrenden Vielzahl an Möglichkeiten zu erschlagen, können moderne ERP-Systeme genau an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Auch auf diesen Punkt werden die Anbieter in Zukunft mehr Wert legen, denn ein gutes Benutzererlebnis ist heute notwendiger denn je, um Kunden langfristig zufrieden zu stellen und an sich zu binden.

Weiterlesen: Warnsignale erkennen: Wie dringend benötigen Sie ein ERP-System für Ihren Onlineshop?

»Ein gutes User Interface sollte ein ganzheitliches Konzept verfolgen. In faveo 365 bedeutet dass, das der Benutzer jederzeit weiß, was er als nächstes tun sollte. Er muss sich seine Aufgaben nicht suchen – sie kommen zu ihm.«

Tobias Burger
Head of Product (faveo GmbH)

ERP-Trend #4: Mobile

Die Arbeitswelt ist im Wandel – und das nicht erst seit letztem März. Mitarbeiter werden immer mobiler. Die Möglichkeit zum Remote Work – mindestens als Ergänzung zur klassischen Arbeit im Büro – ist heute eher die Regel als die Ausnahme. Dabei werden zunehmend auch administrative Aufgaben ins Home Office verlagert – Vertriebler hingegen wünschen sich ohnehin seit jeher, Geschäfte auch bei Außenterminen verbindlich einzustielen und Bestellungen auszulösen: zu jeder Zeit, an jedem Ort und gänzlich unabhängig von den Kollegen im Büro.

Anbieter von ERP-Systemen werden sich auf diese neuen Anforderungen einstellen, und die Möglichkeit zum Remote Work wandelt sich von einem Extra zu einer absoluten Basisfunktion, die jedes ERP-System liefern muss.

Lösungen aus der Cloud – und dabei insbesondere solche im SaaS-Betriebsmodell – sind dabei bereits jetzt im Vorteil, denn streng genommen arbeitet man bei diesen Systemen immer remote, da ja auch im eigenen Büro die Verbindung nicht über ein lokales Netzwerk, sondern über das Internet hergestellt wird. Somit sind Cloud-ERP-Systeme im SaaS-Betriebsmodell bereits jetzt überall einsetzbar. Doch auch Anbieter anderer Lösungen werden hier schnell nachziehen müssen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

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Fazit

Ob es nun die Cloud ist oder Big Data: Zukunftsweisende Technologien mischen den Markt auf und machen natürlich auch vor der ERP-Branche keinen Halt. Doch Anbieter behalten auch gesellschaftliche Entwicklungen wie den Trend zum Remote Work oder moderne wissenschaftliche Erkenntnisse im Auge, um ihre ERP-Systeme konsequent weiter zu entwickeln und an den Anforderungen ihrer Kunden auszurichten.

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