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Das Konzept Dropshipping hat sich in den letzten Jahren immer stärker etabliert, da es kleinen und mittelständischen Händlern zu einem erfolgreichen Einstieg in den Online-Handel verhelfen kann. Auf diesem Weg gibt es jedoch typische Stolpersteine und Fehlerquellen, mit denen man sich als Händler unbedingt auseinandersetzen sollten, um auch langfristig mit diesem Geschäftsmodell erfolgreich zu sein.

Hier finden Sie fünf potenzielle Risiken und wie Sie diese meiden können.

 Dropshipping

1# Mangelnde Recherche bei der Auswahl des Anbieters

Der Erfolg Ihres Online-Handels steht und fällt mit der Auswahl Ihres Dropshipping-Partners. Dieser stellt die unmittelbare Schnittstelle zu Ihrem Kunden dar, sodass die Performance und Zuverlässigkeit Ihres Partners direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit hat. So wollen auf keinen Fall Gefahr laufen, dass Kunden zum Beispiel keine oder beschädigte Ware erhalten. Eine umfangreiche Recherche über die jeweiligen Stärken und Schwächen eines Anbieters sollte daher der erste Schritt ins Dropshipping-Business sein. Die Praxis zeigt jedoch, dass viele Händler zu wenig Zeit in die eine kritische Auseinandersetzung mit der Qualität des Lieferanten investieren.

Tipp: Achten Sie daher darauf, dass Lieferanten, die Sie sich ansehen mindestens 300 Bestellungen und 300 positive Bewertungen in Datenbanken wie Lieferanten.de haben. Dokumentieren möglichst genau, wie der Anbieter sich im Netz präsentiert und welche Kundenbewertung zu finden sind. Daneben hilft es, mehrere unabhängiger Probebestellungen durchzuführen, um die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sowie Qualität des Anbieters bewerten zu können.

Weiterlesen: Tipps zur Lieferantenauswahl für erfolgreiches Dropshipping.

2# Schwankungen im Tagesgeschäft

Wenn Sie sich als Start-Up für einen Lieferanten entschieden haben, deckt dieser zu Beginn höchstwahrscheinlich eine überschaubare Anzahl von Bestellungen ab. Jedoch kann die Anzahl der Bestellungen bei wachsendem Erfolg Ihres Shops, bei Rabattaktionen oder durch das Saisongeschäft schnell steigen. Ihre Kunden erwarten natürlich trotzdem eine problemlose und einwandfreie Lieferung und wollen nicht negativ mit langen Lieferzeiten überrascht werden. Darauf sollten Sie und Ihr Lieferant vorbereitet sein.

Tipp: Klären Sie vorher mit Ihrem Lieferanten ab, ob dieser auf temporär steigende Anfragen reagieren kann und über ausreichend Erfahrung und Manpower verfügt.

3# Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Als Dropshipper sind Sie darauf angewiesen zu den besten Konditionen einzukaufen. Im Vergleich erhalten konventionelle Händler oft bessere Preise von den ausgewählten Lieferanten, da diese eine größere Anzahl an Produkten direkt abnimmt und hierfür einen Mengenrabatt erhält. Kalkulieren Sie Angebote daher ein wenig vorsichtiger, um mit der günstiger einkaufenden Konkurrenz mitmischen zu können. Ihre laufenden Kosten deutlich niedriger sind.

Tipp: Da Dropshipping nicht nach diesem Prinzip funktioniert, sind das offensive Verhandeln, das stetige Scannen der Konkurrenz und des Marktes unerlässlich.

4# Retourenquote

Beim Konzept Dropshipping sind Sie als Online-Händler von vielen aufwendigen Aufgaben rund um Lagerung und Versand befreit. Ausgenommen sind dabei leider oft Rücksendungen durch Ihre Kunden. Kommt es zu hohem Retourenaufkommen, bedeutet dies einen größeren Arbeitsaufwand und erhöhte Kosten für Sie als Händler. Versuchen Sie zunächst die Retourenabwicklung an Ihren Dropshipping-Anbieter auszulagern. Sollte dies nicht zur Debatte stehen, sollte das Ziel Ihrer Vereinbarung möglichst wenig Aufwand und so wenig Kosten wie möglich sein.

Tipp: Gehen Sie zunächst zu den möglichen Ursachen der Retouren auf den Grund und optimieren Sie die Beschreibung sowie das Bild  der im Shop angebotenen Produkte. Trennen Sie sich zudem von Artikeln, die oft retourniert werden. Beide Maßnahmen können für eine schnelle und deutliche Reduzierung Ihrer Retourenquote sorgen.

5# Unterschätzung des Arbeitsaufwandes

Als Dropshipper haben Sie verglichen zum konventionellen Online-Handel einen reduzierten Arbeitsaufwand. Es wird kein eigenes Lager benötigt und Sie müssen sich nicht selbst um die vielschrittige Bestellabwicklung kümmern. Genau deswegen ist dieses Geschäftsmodell bei vielen Online-Händlern so beliebt. Allerdings sollte man die Arbeit, die dennoch mit diesem Geschäftsmodell verbunden ist, nicht unterschätzen – sei es die Pflege des Lieferantenpools, die Vermarktung von Angeboten oder die Betreuung von Kunden.

Tipp: Es ist wichtig, gerade zu Beginn des Dropshippings, eine realistische Vorstellung des Arbeitsaufwandes zu machen. Besonders die Kommunikation und Abwicklung mit Ihren Lieferanten kann auf zeitraubend sein. Abhilfe schafft die Digitalisierung dieser Prozesse, die Bestellungen mit elektronischem Datenaustausch zwischen Ihrem Lieferanten und Ihrem Shop weitgehend automatisiert. Eine Automatisierung und Anbindung des Partners im Streckengeschäft kann mittels ERP-Systems unkompliziert erfolgen. Mit IT-gestützten Prozessen profitieren Sie nicht nur von Datenaktualität, sondern vielen Automatisierungen rundum das Versandmanagement (Preis-Updates, Trackinginformationen für Ihre Kunden, Erstellung von Retourenlabels etc.).

Lesetipp für mehr Erfolg im Dropshipping

Die wichtigsten Stolpersteine haben Sie nun überwunden. Um die Rentabilität Ihres Dropshipping-Unternehmens weiter zu erhöhen, haben sich weitere Faktoren, wie z.B. eine durchdachte Sortimentsstrategie und die Prozessautomatisierung als wichtig erwiesen. Hier geht’s zu den drei Erfolgsfaktoren für Dropshipper.

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