Seite auswählen

Trinken ist bei Kindern oft ein leidiges Thema. Wasser wäre am gesündesten, doch kaum ein Kind mag nur Wasser trinken. Also greifen viele Eltern zu Säften und Schorlen, die aber viel Zucker enthalten – teilweise bis zu 20 Gramm auf 200 Milliliter. TeeFee bietet eine Alternative: Bio-Tees, die mit der natürlichen Süße des Stevia-Blattes versetzt sind. Die Idee kommt so gut an, dass das Start-up nun sein Wachstum auf eine professionelle Basis stellt. Mit faveo 365 basierend auf Microsoft Dynamics NAV ist TeeFee bereit für die globale Expansion.

 

 

Egal wie viele Ratgeber man liest – das erste Kind stellt für alle Eltern eine große Herausforderung dar. Jeden Tag gilt es neue Fragen zu beantworten, neue Hürden zu meistern. Auch TeeFee-Mitgründer Marco Rühl erging es so. In seiner Elternzeit fragte er sich, wie er seinem Sohn zum Trinken bewegen sollte. Wasser mochte er nicht. „Ich habe es dann mit Saftschorlen probiert, aber schnell gemerkt, dass da überall sehr viel Zucker und Fruktose enthalten ist“, sagt Rühl. Selbst naturbelassenen Fruchtsäfte bringen mehr Süße mit, als für Kinder gesund ist. Die Folgen sind alarmierend: Etwa jedes fünfte Kind in Deutschland ist übergewichtig. Überzuckerte Getränke haben daran einen entscheidenden Anteil.

Mit Beharrlichkeit und Glück zum Erfolg

Rühl recherchierte nach Alternativen und lernte über einen Kollegen seine spätere TeeFee-Geschäftspartnerin Jill-Evelyn Erlach kennen. Die Tochter einer paraguayischen Mutter erinnerte sich an die mit Stevia gesüßten Tees ihrer Kindheit. In Südamerika werden die Blätter der Stevia-Pflanze seit vielen Jahrhunderten zum Süßen genutzt. Der darin enthaltene Stoff Steviosid ist bis zu 30-mal süßer als Zucker. Allerdings enthält Stevia keine Kalorien und keinen Zucker, wodurch sich Speisen und Getränke ohne Angst vor Karies und Übergewicht süßen lassen.

Die beiden Frankfurter experimentierten zu Hause und erkannten eine Marktlücke, die es wert schien, sich ernsthaft über eine eigene Marke für zuckerfreie Kindertees Gedanken zu machen. Neben seinen eigentlichen Jobs entwickelte das Duo Tee-Piloten und nahm Kontakt zu Apotheken, Drogerien und Lebensmittelketten auf.

Mit Beharrlichkeit und Glück zum Schub

Doch: „Der Lebensmittelmarkt ist schwieriger als wir uns das vorgestellt hatten“, sagt Rühl. „In den Apotheken verkauften wir nichts, bei Rewe wurden wir anfangs nur in einigen Filialen angeboten und in die für Baby- und Kindernahrung wichtigen Drogerien kommt man schwer rein.“

Nach drei Jahren hatten die beiden Gründer aber eine marktreife Marke mit vier Teesorten entwickelt – basierend auf Stevia in natürlicher und zertifizierter Bio-Qualität und ohne künstliche Zusatzstoffe. Sie kündigten ihre bisherigen sicheren Berufe und wagten das Start-up-Abenteuer. „Mit Beharrlichkeit und etwas Glück“, wie Rühl es beschreibt, schafften es die TeeFee-Gründer schließlich, in das Sortiment von Europas größter Drogeriekette dm aufgenommen werden. Das gab dem Unternehmen einen ordentlichen Schub.

Struktur in das Wachstum bringen

Mit dem Erfolg kamen nicht nur weitere Vertriebspartner und neue Produkte hinzu. Auch die Prozesse wurden komplexer und immer schwerer zu überblicken. Besonders die Rückverfolgbarkeit und Zertifizierung von Bio-Zutaten erfordern einen präzisen Umgang mit Daten. Und die Lagerverwaltung für verderbliche Waren muss sichergestellt sein.

Rühl und Erlach suchten daher ein professionelles ERP-System, das dem schnellen Wachstum des Start-ups auch in Zukunft gerecht wird. Da die beiden bereits mit Microsoft Office 365 arbeiteten, fiel die Entscheidung wegen der vertrauten Benutzeroberfläche auf Microsoft Dynamics NAV. Der Microsoft-Partner faveo setzte sein für kleine Unternehmen optimiertes und leicht skalierbares faveo 365 Plus Paket mit Buchhaltung und Warenwirtschaft auf.

Wir wollten sehr kurzfristig mit dem ERP live gehen. faveo hat alles dafür in Bewegung gesetzt, dass wir den Termin schaffen – das war eine fantastische Team-Leistung von faveo“, sagt Rühl.

Transparenz über alle Prozesse

Wie viele Marken auch verkauft TeeFee seine Produkte sowohl über Einzelhändler und Handelsketten, als über den eigenen Webshop. Daher benötigte das Unternehmen eine Schnittstelle zum eigenen Shopsystem und eine EDI-Anbindung, mit der Bestell- und Lieferdaten zwischen Händlern und TeeFee auf standardisierte elektronische Weise übertragen werden.

Mittlerweile steht das ERP-Set-up und es deckt vom Rohstoff- und Produktionseinkauf über die Lagerhaltung, Chargen-Rückverfolgbarkeit, den Verkauf sowie buchhalterische Bereiche die vollständige Wertschöpfungskette von TeeFee ab. „Wir sind sehr glücklich mit Dynamics NAV. Es gibt uns und den Bereichsleitern mehr Transparenz. Wir haben jetzt den nötigen Überblick über die Lagerbestände, die wir bisher manuell organisiert haben“, sagt Rühl und fügt hinzu: „faveo 365 basierend auf Dynamics NAV gibt uns die Möglichkeit, uns ganz auf die Expansion unseres Geschäfts zu konzentrieren. Ohne diese Tools wäre das schwer vorstellbar.

Den beiden TeeFee-Gründern bleibt nun mehr Zeit, sich dem Ausbau des Produkt-Portfolios zu widmen. Sie schauen, bei welchen Kinderlebenslebensmitteln ebenfalls Zucker durch Stevia ersetzt werden kann. „Wir sind in der Entwicklung so schnell, flexibel und verrückt wie ein Start-up“, sagt Rühl. „Deshalb ist ein gutes ERP-System wichtig, das uns eine solide Basis bietet.

Zuckerfrei expandieren

TeeFee hat nicht nur den deutschen Markt im Blick. Geplant ist eine global agierende Marke für Kinderlebensmittel, die den Kunden eine gesunde Alternative zu eigenen Experimenten oder den zuckerhaltigen Produkten aus dem Supermarkt bieten. Der erste Schritt in Richtung Expansion ist bereits geschafft: TeeFee-Produkte werden mittlerweile in den österreichischen dm-Filialen verkauft. Dynamics NAV wächst über die Ländergrenzen hinaus entsprechend mit.

Für TeeFee ist der Ausbau der Software-Infrastruktur indes noch nicht abgeschlossen. Als nächstes folgt die Erweiterung um ein CRM – und damit die nächste notwendige Stufe in der Entwicklung vom Start-up zum Unternehmen. Bei TeeFee wird das garantiert zuckerfrei geschehen.

„Wir sind sehr glücklich mit faveo 365 basierend auf Dynamics NAV. Es gibt uns und den Bereichsleitern mehr Transparenz. Wir haben jetzt den nötigen Überblick über die Lagerbestände, die wir bisher manuell organisiert haben.“
– Marco Rühl: Geschäftsführer, Teefee