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Wie digital sind Händler bei der Kommissionierung? Wie viele Online-Händler setzen auf Amazon FBA? Wie hoch sind die Lager- und Verpackungskosten durchschnittlich? Welche Kriterien sind bei Verpackungen relevant? Diese und weitere Fragen beantwortet die aktuelle Logistik-Studie des Händlerbundes.

An dieser beteiligten sich 513 vor allem kleine und mittlere Händler aus dem Online- und Multichannel-Bereich. Im ersten Teil der Studie wurde vor allem der Versand im E-Commerce näher beleuchtet, während sich Teil 2 mit den Bereichen Lager und Verpackung auseinandersetzt.

Händlerbund Logistik Studie

Quelle: Händlerbund 

Fulfillment-Dienstleister immer beliebter

Gerade für kleine und mittlere Online-Händler ist das Outsourcen von Logistik von großer Bedeutung. Nicht zu Verwunderung ist es daher, dass knapp ein Viertel (74 von 513 Händlern) Fulfillment-Dienstleister wie Amazon nutzen, um zu lagern, zu verpacken und zu versenden. Die Mehrheit der befragten Händler verfügen jedoch über ein eigenes Lager (490 von 513 Händlern). 46 Teilnehmer nehmen die Dienste anderer Servicedienstleister in Anspruch.

Davon setzen über die Hälfte (51 Prozent) auf ein klassisches Festplatzlager. 45 Prozent nutzen ein chaotisches Lager, also ein System mit flexiblen Lagerplätzen. Nur 4 Prozent nutzt andere Varianten.

Kommissionierung – klassisch statt digital

Die Logistik-Studie zeigt ganz deutlich, dass sich die meisten Online-Händler immer noch traditionellen Kommissionierungsverfahren bedienen. Mehr als acht von zehn der befragten Anbieter (82 Prozent) picken analog über Handzettel. Nur 18 Prozent setzen auf eine moderne Digitalstrategie.

  • Pick by Paper 82%
  • Pick by Scan 15%
  • Pick by Voice 2%
  • Pick by Vision per Datenbrille 0,2%
  • Pick by Light per Lichtsignal 0,5%

                                                                                                Quelle: Händlerbund 

Weniger traditionell wirkt es, dass 28 Prozent der Befragten ganz ohne Lagermitarbeiter auskommen. Ein knappes Drittel beschäftigt nur einen Mitarbeiter. 6 Prozent der Händler haben unter 100 Lagermitarbeiter, lediglich 2 Prozent über 100.

Die Lagerkosten, die Online-Händler im Bereich Logistik ausgeben, gemessen am Umsatz, variieren: Durchschnittlich fallen 8,3 Prozent vom Gesamtumsatz an. Bei zwei Dritteln sind es Lagerkosten bis zu 10 Prozent des Gesamtumsatzes. Bei 7 Prozent der Befragten fallen keine Lagerkosten an.

Eine fehlende IT-Verknüpfungen mit anderen Unternehmensbereichen äußert sich häufig in unnötig hohen Kosten durch mangelnde Lieferbereitschaft aufgrund von Fehlbeständen, nicht korrekte Mindestbestände und dem Fehlen der Lagerbewertung. Die Lösung ist ein ERP-System, über das die Lagerverwaltung mit dem Einkauf, der Finanzbuchhaltung und dem Verkauf kommuniziert und Prozesse transparent macht.

Lesetipp: Dieser Beitrag verrät Ihnen sechs Möglichkeiten Ihre Lagerkosten effektiv zu senken.

Qualitätskriterien bei Versandverpackungen

Ab 2019 wird das neue Verpackungsgesetz gelten. Dieses soll die umweltfreundliche Entsorgung aller Materialien im Online-Handel fördern. Von diesem hat bisher nur jeder zweite Händler (50 Prozent) gehört und erst 38 Prozent in den letzten Jahren für nachhaltigere Verpackungen gesorgt. Für 44 Prozent der Teilnehmer ist die Umweltfreundlichkeit der Verpackung ein wichtiges Kriterium.

Als sehr wichtiges Kriterium bei Verpackungseigenschaften für die Online-Händler sind Kosten (62 Prozent) sowie Sicherheit (50 Prozent). Während für  44 Prozent die Optik der Pakete als wichtig eingestuft wird, ist das eigene Branding für zwei Drittel eher unwichtig. Durchschnittlich fünf Prozent vom Jahresumsatz wird von den befragten Händlern als Verpackungskosten eingeplant.

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