Studie: Online-Händler setzen vermehrt auf Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit spielt im Online-Handel einer immer wichtigere Rolle, insbesondere in Bezug auf Verpackungsmaterialien. Während im Vorjahr nur 29 Prozent aller Händler auf Nachhaltigkeit gesetzt haben, schlägt die Klima-Bewegung 2019 größere Kreise. Rund 42 Prozent aller befragten Händler stufen demnach das Thema als sehr wichtig ein. 

Mit welchen Ziele und Hindernissen sich der E-Commerce 2019 befasst hat, zeigt die jüngste Logistik Studie des Händlerbunds, an welcher 531 stationäre und Online-Händler teilgenommen haben.

Versandstudie Händlerbund

Beschädigte Ware wird vernichtet

Zwar zeigen die Ergebnisse der Studie, dass sich Online-Händler seit 2016 immer stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen, dennoch viele Retouren vernichtet werden. So gibt jeder dritte Händler an, gelegentlich seine Retouren zu vernichten. 

Ausschlaggebend für die Retourenvernichtung sei in den häufigsten Fällen eine Beschädigung der Ware während des Rückversands (98%). Zudem werden Retouren im Bereich Mode- und Saisonartikel bereits vom Kunden beschädigt zurück geschickt. Rund 78 Prozent der Händler geben an, beschädigte Retouren zu erhalten. 

Immerhin vernichtet nur fast die Hälfte der Befragten weniger als 5 Prozent der Retouren. Für den Jahresdurchschnitt macht dies 11,4 Prozent an vernichteten Rücksendungen pro Händler.

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Preis vor Sicherheit: Verpackungsmaterial 

Obwohl ein gewisses Umdenken in der Logistik des Online-Handels angekommen zu sein scheint, beherrschen Preisdruck und Konkurrenz weiterhin den Markt. Beim Thema Verpackungsmaterial spielt daher die Preissensibilität eine deutlich wichtigere Rolle als die Sicherheit der Verpackungen. So entscheiden 59 Prozent aller befragten Händler bei der Wahl des Verpackungsmaterials nach den Kosten.

 

"Umweltfreundlich, nachhaltig, wiederverwendbar würde ich kaufen, wenn der Preis für diese Verpackungen wirtschaftlich ist."                                                     

- Händlerstimme

 

Noch 2018 achteten nur 38 Prozent auf eine nachhaltigere Gestaltung der Verpackung. Für 2019 konnte eine Steigerung auf 44 Prozent verzeichnet werden.

Versenden mit Schnittstelle

40 Prozent der Studienteilnehmer bearbeiten täglich bis zu 10 Bestellungen, 29 Prozent bis zu 50, 16 Prozent bis zu 100 und 15 Prozent bis zu oder mehr als 250 Bestellungen. Dabei verzichten fast 30 Prozent auf eine Paketabholung durch den Versanddienstleister.

Wichtig für eine schnelle und automatische Datenübermittlung ist den Händlern eine intelligente IT-Unterstützung. So nutzen 62 Prozent eine Versandschnittstelle. 

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Wahl des Versanddienstleisters

Der beliebteste Dienstleister bleibt, wie auch in den vergangenen Jahren DHL (86%). Ähnlich beliebt bleibt mit 46 Prozent die deutsche Post, während es DPD (29%) auf den dritten Platz schafft.

Die wichtigsten Kriterien für die Wahl des Dienstleisters sind für Online-Händler Zuverlässigkeit des Versandhändlers (90%) sowie die Sendungsverfolgung der Ware (79%). Eine kurze Lieferzeit (73%) und niedrige Kosten (60%) werden erst danach als wichtiges Kriterium genannt. Etwa zwei Drittel
(65 %) der Händler nutzen gleich mehrere Versanddienstleister, um das Risiko von Ausfällen zu streuen. 

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