Sparen, ohne dass Ihre Kunden es bemerken: So geht's!

Globalisierung und Digitalisierung setzen den Handel zunehmend unter Druck. Um sich auf dem Markt behaupten zu können, müssen Händler effizient wirtschaften und sparen, wo es nur geht und zwar so, dass sich die Einsparungen nicht negativ auf das Kundenerlebnis auswirken. Wie Sie diese Gratwanderung erfolgreich bewältigen können, lesen Sie in diesem Artikel.

sparschwein

Sparen Sie an Verpackungsmaterial!

Wer kennt es nicht: Der Postbote klingelt und übergibt Ihnen ein mannshohes Paket, dass Sie nur zu zweit die Treppen hinauf wuchten können; als Sie es öffnen, enthält es aber nur die einzelne Nagelschere, die Sie neulich bestellt haben. Unnötig große Verpackungen sind nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer: Material wird sinnlos verschwendet, und der Versand ist wesentlich aufwendiger, was die Kosten ebenfalls in die Höhe treibt.

Achten Sie also beim Packen darauf, die richtige Paketgröße zu verwenden. Versenden Sie Artikel - soweit möglich - in ihrer eigenen Verpackung und fassen Sie die Artikel einer Bestellung in möglichst wenigen Paketen zusammen.

Sparen Sie an Füllmaterial!

Doch bei Paketen kommt es nicht nur auf das Äußere an. Auch die inneren Werte zählen, wenn es um Einsparpotenziale geht: Nicht jedes Paket muss mit Unmengen von Papier oder gar Plastikfolie ausgepolstert werden. Artikel, die nicht zu Bruch gehen können, müssen auch nicht besonders geschützt werden. Damit sie nicht wild durch das Paket fliegen, sollten Sie lieber – siehe oben – auf eine angepasste Paket- bzw. Päckchengröße setzen.

Und auch in den Fällen, in denen Füllmaterial zwingend notwendig ist, können Sie unauffällig den Rotstift ansetzen. Die Zeitung vom Vortag ist genau so gut als Füllmaterial geeignet wie Pappe oder Plastik – vorausgesetzt, diese Form von Recycling passt zu Ihnen und zu Ihrem Sortiment. Wenn Sie zum Beispiel auf ökologische, nachhaltige Artikel spezialisiert sind, geht der Versand in recycelten Materialien als ‚charmant‘ durch. Wenn Sie hingegen Luxus-Artikel verkaufen, sollten Sie an dieser Stelle nicht unbedingt sparen.

Lesen Sie jetzt weiter: Nachhaltiger E-Commerce – so funktioniert's!

Setzen Sie auf Dropshipping!

Es lohnt sich nicht, jeden Artikel auf Lager zu haben. Gerade Randartikel, die nur selten bestellt werden, müssen nicht jederzeit kurzfristig versandfähig sein. Um hier Lagerkosten einzusparen und die eigene Liquidität zu verbessern, sollten Sie auf dasDropshipping-Modell setzen. Dabei ordern Sie ein bestimmtes Produkt erst dann, wenn eine Bestellung eingeht, und beauftragen ihren Lieferanten damit, die Ware direkt zum Kunden zu liefern.

Dieses Modell ist vor allem im Großhandel seit jeher als Streckengeschäft bekannt und üblich – zum Beispiel bei spezialisierten Gerätschaften oder Ersatzteilen. So können Sie Waren in Ihrem Sortiment halten, ohne sie jemals physikalisch im Lager zu haben. Dadurch entstehen für Sie zudem weitere Vorteile bei den Logistikkosten, da diese typischerweise der Lieferant selbst übernimmt.

Zwar ist Dropshipping nicht ohne Nachteile. So haben Sie bei Direktlieferungen keine Möglichkeit, die Ware, die Verpackung oder den Versandweg zu kontrollieren – und sind somit darauf angewiesen, dass ihr Lieferant gute Arbeit leistet. Darüber hinaus sind auch die Margen beim Dropshipping für Großhändler geringer als beim konventionellen Direktverkauf. Dennoch kann sich Dropshipping auszahlen.

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Managen Sie Ihre Retouren!

Retouren gehören zwar zum Alltagsgeschäft im Handel und vor allem im E-Commerce. Dennoch schmälern sie den Gewinn in empfindlichem Maße. Einer Studie von ibi Research zufolge müssen Händler im Durchschnitt 20 Euro Aufwand je Rücksendung kalkulieren. Das Porto nimmt dabei den kleinsten Teil ein, deutlich höhere Kosten verursacht der damit verbundene Arbeitsaufwand. Ein effizientes Retourenmanagement gehört darum zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren – insbesondere im B2C-Umfeld.

Mehr erfahren: Retourenmanagement: Welche Strategie passt zu Ihrem Unternehmen?

Optimieren Sie Ihre Prozesse

Unnötig komplizierte Prozesse sorgen regelmäßig für Verzögerungen und damit auch für finanzielle Einbußen. Gerade an dieser Stelle können Händler ihre Kosten sehr effektiv senken, ohne dass Kunden negative Auswirkungen zu spüren bekommen. Im Gegenteil: Optimierte Prozesse kommen den Kunden sogar zugute, da ihre Bestellungen schneller und oft auch zuverlässiger bearbeitet werden.

Der erste Schritt zur Prozessoptimierung ist es, die bestehenden Prozesse zu standardisieren und so gut wie möglich zu verschlanken, indem zum Beispiel unnötige Zwischenschritte wegrationalisiert werden. Solche standardisierten Prozesse lassen sich dann digitalisieren und automatisieren, was zusätzlich zu Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz beitragt.

Für diesen Ansatz braucht es allerdings einen hohen Grad der Verzahnung in der IT-Landschaft Ihres Unternehmens – denn mit unzähligen parallelen Insellösungen lassen sich insbesondere abteilungsübergreifende Prozesse kaum sinnvoll optimieren. Daher bildet ein modernes ERP-System, in dem alle relevante Aufgaben und Daten abteilungsübergreifend zusammengefasst werden, die ideale Grundlage für die Prozessoptimierung.

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Nutzen Sie Software aus der Cloud

Um moderne IT nutzen zu können, braucht es die entsprechende Infrastruktur. Nicht selten werden für leistungsfähige Systeme gleich ganze Rechenzentren benötigt. Diese verbrauchen nicht nur Strom, sie müssen auch gekühlt, überwacht und gewartet werden. All das kostet Geld. Anders als Retouren oder Verpackungsmaterial lässt sich die Nutzung von Servern jedoch nicht verhindern oder einschränken.

Dennoch können Sie auch hier Kosten einsparen: Indem Sie nämlich auf eine moderne Cloud-Lösung im SaaS-Modell setzen. Dabei wird die Software in einem externen Rechenzentrum betrieben. So sparen Sie nicht nur in Sachen Hardware und Energieverbrauch; sie werden auch nachhaltiger und flexibler, was ihre kosten zusätzlich senkt.

Fazit

Um sich am Markt behaupten zu können, müssen Händler ihre Kosten so weit wie möglich senken. Diese Sparmaßnahmen dürfen jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Qualität der angebotenen Waren und Leistungen haben. Indem Sie Verpackungsmaterialien minimieren, wo möglich auf Direktlieferungen setzen, Ihren Versand und vor allem Ihr Retourenmanagement optimieren und auf schlanke Prozesse setzen, können Sie an vielen Kostenschrauben drehen, ohne dass Ihr Geschäft beeinträchtigt wird. Im Gegenteil: Mit den richtigen Maßnahmen – besonders im Verbund mit einer leistungsstarken Software aus der Cloud – können Sie die Erfahrung Ihrer Kunden dank der hinzugewonnenen Effizienz sogar noch verbessern!

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