So optimieren Sie Ihre Supply Chain

In Zeiten der Globalisierung konkurrieren keine einzelnen Unternehmen mehr miteinander, sondern Lieferketten – Supply Chains – aus mehreren unabhängigen Akteuren: Rohstofflieferanten, Hersteller, Zwischenhändler, Versanddienstleister und Händler verzahnen ihre Prozesse zunehmend, um den steigenden Marktanforderungen zu genügen.

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Diese Lieferketten müssen genau geplant und optimiert werden. Dabei wird nicht nur das eigene Unternehmen in den Blick genommen, sondern die gesamte Lieferkette – also auch Hersteller, Zwischenhändler und Kunden. Wie auch Sie Ihre Supply Chain optimieren, lesen Sie in diesem Artikel.

1. Legen Sie Ihre Ziele fest

Lieferketten können auf verschiedene Ziele hin optimiert werden: auf schlanke Prozesse, auf niedrigere Kosten oder auf die Minimierung von Störquellen, um Engpässe zu vermeiden. Je nachdem, welches Ziel im Vordergrund steht, werden Sie andere Entscheidungen treffen. So kann es im Hinblick auf eine erhöhte Widerstandsfähigkeit sinnvoll sein, höhere Kosten in Kauf zu nehmen. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich darüber klar sind, was Sie erreichen wollen – nur dann treffen Sie sinnvolle Entscheidungen.

2. Erfassen Sie den Ist-Zustand Ihrer Supply Chain

Jede Optimierung beginnt mit der Analyse des Ist-Zustands. Betrachten Sie dazu alle Prozesse und Strukturen Ihrer Supply Chain vom Warenfluss über Kennzahlen bis hin zu den beteiligen Akteuren:

Führen Sie eine ABC-Analyse durch

Bei der Bewertung von Warenflüssen hat sich die ABC-Analyse bewährt. Dabei werden alle Waren im Sortiment in eine von drei Kategorien eingeteilt:

  • C-Teile sind Massengüter, von denen Sie große Mengen verkaufen, die aber nur einen geringen Wert haben. 
  • B-Teile sind Güter, bei denen sowohl die bewegten Mengen als auch der Wert im Mittelfeld liegen.
  • A-Teile sind Güter, von denen Sie nur geringe Stückzahlen verkaufen, die jedoch einen hohen Wert haben.

Eine solche Einteilung Ihrer Waren erleichtert sowohl die weitere Analyse als auch die planvolle Optimierung der Supply Chain.

Analysieren Sie Ihre Prozesse

Mindestens ebenso wichtig ist eine Betrachtung Ihrer Prozesse: Wo kommt es zu Reibungen? Wo bleiben Potenziale ungenutzt? Im Sinne der Optimierung Ihrer Supply Chain sind dabei besonders der Einkauf, das Lagermanagement und die Durchlaufzeiten in den Blick zu nehmen. An welchen Stellen vergeht Zeit, in denen weder Wertschöpfung noch Transport stattfinden – zum Beispiel, weil Artikel monatelang im Lager liegen oder weil der Anbieter nicht liefert?

Analysieren Sie die beteiligten Akteure

Nehmen Sie auch die anderen Akteure Ihrer Supply Chain in den Blick – insbesondere Lieferanten. Prüfen Sie die Performance, identifizieren Sie Probleme und legen Sie Standards fest, die alle Glieder Ihrer Lieferkette erfüllen sollten. 

In einer idealen Supply Chain werden alle Arbeitsschritte von dem Akteur verrichtet, der sie am besten erledigen kann. Prüfen Sie daher auch, ob bestimmte Tätigkeiten von einem Partner schneller, günstiger oder kompetenter ausgeführt werden könnten! 

3. Konsolidieren Sie Ihren Lieferantenstamm

Egal, ob Sie Ihre Kosten senken  oder die Ausfallsicherheit erhöhen wollen: Im Rahmen der Supply Chain Optimierung sollten Sie Ihren Lieferantenstamm konsolidieren. Dabei sollten Sie sich von zu teure Anbieter ebenso trennen  wie von Lieferanten, bei denen es regelmäßig zu Verzögerungen kommt. 

Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob Sie Ihren Lieferantenstamm verschlanken können. Ist es wirklich notwendig, Artikel aus vielen verschiedenen Quellen zu beziehen? Insbesondere Zwischenhändler können Sie oft einfach überspringen und Artikel direkt vom Hersteller beziehen. Prüfen Sie auch, ob die Mitgliedschaft in einem Verbund Vorteile mit sich bringen könnte. 

Eine solche Verschlankung der Supply Chain hat nicht nur den Vorteil, dass Sie Ihre Effizienz steigern; Sie werden mit den verbliebenen Lieferanten auch bessere Konditionen vereinbaren können.

4. Tauschen Sie sich mit anderen Akteuren aus

Lieferketten-Optimierung funktioniert nur, wenn Sie Ihre Handelspartner in den Prozess mit einbeziehen – passiv, indem Sie ihre Performance beurteilen und aktiv, indem Sie sich mit ihnen austauschen.

Wenn Sie zum Beispiel Ihre Absatzzahlen mit den Herstellern teilen, können diese die Produktion genauer planen. So ergeben sich nicht nur Kostenvorteile; auch Verzögerungen werden unwahrscheinlicher, weil Ihr Lieferant nicht mehr von einer hohen Nachfrage überrascht wird. 

Natürlich erfordert ein solcher Austausch ein Grundvertrauen zwischen den beteiligten Akteuren. Wenn Sie sich jedoch darauf einlassen, können Sie eindeutige Vorteile generieren.

5. Optimieren Sie Ihre internen Prozesse

Auch wenn bei der Supply Chain Optimierung immer die interorganisationalen Abläufe im Fokus stehen: Auch hier kommen Sie nicht daran vorbei, ihre eigenen Prozesse kritisch zu hinterfragen. Insbesondere im Einkauf, aber auch beim Lagermanagement und in der Logistik werden Sie viele Ansatzpunkte finden, um auch im eigenen Haus einen Beitrag zur optimalen Lieferkette zu erbringen.

Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Lagerbestände optimieren. 

So hilft Ihnen ein modernes ERP-System beim Optimieren Ihrer Supply Chain

Für eine optimale Lieferkette sind maximale Transparenz, schlanke Prozesse und eine starke Verzahnung mit den anderen Akteuren eine notwendige Voraussetzung. Mit einem modernen ERP-System sind Sie dabei klar im Vorteil.

Indem Sie alle Prozesse vom Einkauf über das Lagermanagement bis hin zur Logistik in einer einzigen Lösung abbilden, können Sie diese nicht nur deutlich verschlanken – Sie können auch Unstimmigkeiten und Verzögerungen frühzeitig identifizieren, bevor sich diese zu handfesten Problemen auswachsen. 

Auch die Verzahnung und der Austausch mit Ihren Geschäftspartnern ist mit einem ERP-System und seinen Schnittstellen und Möglichkeiten zur Prozessautomatisierung wesentlich einfacher zu realisieren als in einer unübersichtlichen IT-Insellandschaft. Damit ist klar: Ein modernes ERP-System ist integraler Bestandteil jeder optimierten Supply Chain. 

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