Cloud Monitor 2022: Das sind die Ergebnisse

Bereits zum zehnten Mal legt die Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Cloud Monitor vor – eine Studie, in der die aktuelle Situation des Cloud Computing in deutschen Unternehmen nachgezeichnet wird. Wir haben die wichtigsten Aussagen der Studie für Sie zusammengefasst.

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Das ist der Cloud Monitor

Der Cloud Monitor wird seit 2012 im Jahresrhythmus veröffentlicht. Er basiert auf einer repräsentativen Unternehmensbefragung, bei der Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Führungspersonen mit Aufgaben aus dem Organisationsbereich IT von 552 deutschen Unternehmen mit mehr als zwanzig Mitarbeitern telefonisch befragt werden. Damit wirft der Cloud Monitor nicht nur ein einzelnes Schlaglicht, sondern leuchtet die Situation in deutschen Unternehmen genau aus.

Die Cloud wird zum Standard

Die Anzahl der Cloud Nutzer nimmt beständig zu. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des Cloud monitor 2022. Eine überwältigende Mehrheit der Unternehmen – satte 84% - nutzen bereits jetzt Cloud-Systeme und Anwendungen; weitere 13 Prozent stehen an der Schwelle und sind entweder bereits in die Planungsphase eingetreten oder setzen sich zumindest intensiv mit der zukünftigen Ausrichtung ihrer IT auseinander.

In den meisten dieser Unternehmen ist die IT-Abteilung selbst der Antreiber für die Cloud-Transformation. Einzelne Fachbereiche, Externe Dienstleister oder die Geschäftsführung spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. In großen Unternehmen werden zudem dezidierte Cloud- Oder Digitalisierungsteams eingerichtet; diese sind jedoch in einer absoluten Minderheit.

Knapp die Hälfte Unternehmen, die sich für die Cloud entscheiden, verfolgen zudem entweder eine Cloud-Only-Strategie, bei der alle Anwendungen aus der Cloud bereit gestellt werden sollen, oder zumindest eine Cloud-First-Strategie, bei der neue Systeme bevorzugt als Cloud-Anwendungen geplant und bestehende Anwendungen bei Bedarf migriert werden.

Lediglich eine kleine Minderheit von 3 Prozent der befragten Unternehmen interessieren sich überhaupt nicht für die Cloud - eine Zahl, die seit Jahren konstant bleibt. Die Prognose der Studien-Ersteller ist jedoch eindeutig: Auf Dauer werden auch diese Firmen nicht an der Cloud vorbei kommen, wenn sie ihre IT erneuern wollen.

Cloud nicht länger nur eine Kostenfrage

Über viele Jahre war die Reduktion von IT-Kosten das entscheidende Argument für den Einsatz von Cloud-Lösungen. Das gilt auch heute – weiterhin geben 78% der Befragten gaben bei der Befragung für den Cloud Monitor 2022 an, mit der Anschaffung einer Cloud-Lösung ihre Kosten reduzieren zu wollen –, und es wird angesichts der aktuellen Herausforderungen wie Corona und der Ukraine-Krise auch in Zukunft weiterhin eine dominante Rolle spielen.

Darüber hinaus ist jedoch zu beobachten, dass zunehmend auch weitere Argumente für die Nutzung von Cloud-Systemen und -Anwendungen in den Fokus der Entscheider geraten. So werden zunehmend auch weitergehende Gründe wie beispielsweise die höhere Innovationsfähigkeit, die Agilität und die schnelleren Zugriffsmöglichkeiten als Vorteile der Cloud identifiziert.

Besonders in den Vordergrund rückt zudem das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Bei jedem zweiten Unternehmen die die Reduktion von CO2 fest in der Cloud-Strategie verankert und spielt auch bei der Auswahl des richtigen Anbieters eine wesentliche Rolle – noch vor Aspekten wie der Kooperation mit Dritten oder der Digitalisierung interner Prozesse.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Dreißig Prozent aller Cloud-Nutzer schließen die Integration ihrer neuen Systeme und Anwendungen ohne jede Komplikation ab. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings, das eine Mehrheit von 70% mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Vor allem Compliance-Anforderungen (70%), Sicherheitsthemen (51%) und die Anpassung der Geschäfts- und IT-Prozesse (37%) haben hier Kopfzerbrechen bereitet. Weitere Probleme bereiten der Fachkräftemangel, die Übertragung von Software-Lizenzen und die geringe Akzeptanz der Cloud-Lösungen unter den Beschäftigten.

Auch bei den bereits vorhandenen Systemen läuft nicht alles reibungslos: In den letzten zwölf Monaten hatten rund zwei Drittel der Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, mit Ausfällen zu tun - eine Zahl, die seit Jahren konstant bleibt. Zudem berichtet rund ein Drittel der befragten Unternehmen von Ransomware-Attacken im selben Zeitraum. In diesen Fällen jedoch ist die Cloud ein klarer Sicherheitsfaktor: fast drei Viertel der betroffenen Unternehmen konnten die negativen Auswirkungen dieser Angriffe dank der Cloud-Security reduzieren.

Fazit

Die Ergebnisse des Cloud Monitors zeigen also deutlich: Die Cloud ist nicht mehr nur auf dem Vormarsch: Sie ist heute das dominante Betriebsmodell für neue IT-Systeme und Anwendungen. Dabei nehmen die deutschen Unternehmen zunehmend auch die weiteren Vorteile abseits der reinen Kostenfrage wahr und treiben die Entwicklung in Richtung Cloud konsequent voran.

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